16 Aug 2013

Embrunman

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Embrunman ist einer der härtesten Triathlon auf der Welt, der Hauptgrund dafür sind die knapp 5.000 Gesamthöhenmeter mit maximalen Steigungen von 23 Prozent auf der Radstrecke.

Aufgrund der anspruchsvollen Radstrecke ist man fast nochmals 2 Stunden länger unterwegs, als bei einem ''normalen'' Ironman.

Brett erzählte mir voller Euphorie vom Embrunman und wollte nach Zürich unbedingt dass ich dort starte. Ich war mir nicht sicher ob ich das knapp 3 Wochen nach Zürich beriets wieder schaffe, aber versuchen kann ich es ja mal dachte ich mir.

Einen Tag nach dem ich vom Weltcup nach Hause kam, fuhren wir bereits weiter nach Embrun, da das Rennen schon am Donnerstag stattfand. Als wir ankamen, wurde mir schnell klar,  dass das Velo hart wird, rundherum waren nur Berge zu sehen. Aber die Landschaft war einfach nur traumhaft, und ich freute mich auf das Rennen.

Die Frauen starteten 10 Minuten vor den Männern um 05.50 Uhr. Das war sehr speziell, denn es war noch stockdunkel als wir an der Startlinie standen.

Zum Glück waren einige Boote mit Licht auf dem See, ansonsten wäre das schon sehr unheimlich gewesen. Als der Startschuss fiel, schwamm ich einfach mal los und hatte ehrlich gesagt keine Ahnung wohin. Die erste Boje sollte irgendwo rechts sein, das war alles was ich wusste, sehen konnte ich gar nichts. Ich war erleichtert, als endlich das Führungskanu mit rotem Licht vor mir sah, sodass ich einfach diesem folgen konnte.

Auf der zweiten Runde wurde es endlich heller und ich sah auch, dass ich bereits einen riesen Vorsprung hatte. Nach 50' hatte ich dann die 3.8 Kilometer absolviert und wechselte gut sechs Minuten vor der zweiten Athletin aufs Velo.

Auf dem Rad hatte ich von Anfang an Rückenprobleme, was mir etwas zu schaffen machte, da ich die ganze Zeit die Position wechseln musste und mich nie richtig wohl fühlte. Das werden lange 188 Kilometer dachte ich mir am Anfang und war dann doch froh, dass es viel hinauf und runter ging, wo man sowieso nie in der gleichen Position fahren muss. Ich habe mich wirklich auf eine harte Radstrecke eingestellt, aber dass es so streng wird, hätte ich nicht gedacht. Vor dem langen Aufstieg zum Col d'Izoard, wurde ich von der späteren Siegerin überholt und musste diese ziehen lassen. Ich fühlte mich eigentlich noch ziemlich gut, trotzdem wollte ich einfach meinen Rhytmus weiterfahren und nicht überzocken. Als jedoch nach der längeren Abfahrt der nächste Aufstieg kam, welcher von weitem wie eine vertikale Wand aussah, ging es mir nicht mehr so gut. Und es waren immer noch gut 40 Kilometer bis zum Wechsel. Ich hatte sehr zu kämpfen und besonders hart waren die letzten Kilometer. Kurz vor der Einfahrt nach Embrun konnte ich die Wechselzone sehen und hörte schon die Musik aus den Lautsprechern, doch die Strecke machte hier noch mal einen Knick und ich hatte nochmals einen sechs Kilometer langen Aufstieg vor mir.

Ich war so froh, als ich in der Wechselzone ankam, und mein Rad abstellen konnte. Die abschliessenden 42 Kilometer nahm ich zusammen mit meiner Teamkollegin Anne Basso und einer weiteren Athletin in Angriff. Nur knapp 3 Minuten dahinter wechselten auch schon die nächsten zwei Atheltinnen aufs Laufen. Die erste Athletin hatte einen grossen Vorsprung und war nicht mehr einzuholen, aber für die Ränge 2-6 war noch alles offen. Ich versuchte meinen Rhytmus zu finden und liess mich nicht gross von den anderen Athletinnen beeindrucken. Anne und ich liefen lange zusammen an 2./3. Stelle. Bei Kilometer 15, konnte Anne das Tempo nicht mehr halten, und fiel zurück. Ich konnte mein Tempo konstant bis ins Ziel laufen und gab somit den zweiten Platz nicht mehr ab.

Ich bin überglücklich dass ich nur knapp drei Wochen nach Zürich meinen Riesenerfolg bestätigen konnte und hoffe dass es so weiter geht.

Céline :)

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